Mails an Ichnich

“Wer zum Bäcker hat das Update durchgeführt und dabei die Konfigurationsänderung vergesssen?” “Ichnich.”

Ichnich ist ein Mitarbeiter, der hier schon lange arbeitet, viele Jahre länger als ich selbst. Interessanterweise bekomme ich seine E-Mails. Einen Haufen E-Mails. Deshalb habe ich einen speziellen Mail-Ordner für Ichnich angelegt.

Im Ernst: in einer Firma wie der meinen ist E-Mail wahrscheinlich das wichtigste Kommunikationsmedium. Das geht so weit, dass, wenn Besucher für jemanden kommen, dieser aber nicht telefonisch erreichbar ist, eine Suchmail an alle Mitarbeiter rausgeht. An hunderte von Mitarbeitern. Es gibt jeden Tag viel zu viele solcher E-Mails, die uns von Wichtigerem ablenken und unsere kostbare Zeit verschwenden. Andererseits wird von uns erwartet, dass wir auf jede wichtige E-Mail sofort antworten…

Ich habe nur ganz wenige E-Mail-Filter, aber einer davon hilft mir erheblich, mich auf wichtige E-Mails zu beschränken, und das ist der Ichnich-Filter: Jede E-Mail, die nicht an mich persönlich adressiert ist (z.B. Mailinglisten und CC-Kopien), wird in den “Ichnich”-Ordner verschoben. Wenn ich in meinen Posteingang schaue, sehe ich nur noch die Mails, die speziell an mich gerichtet sind. Diese bearbeite ich nach dem “Getting-Things-Done”-Prinzip: Mails, deren Bearbeitung weniger als 2 Minuten erfordert, werden sofort erledigt, und alle anderen in passende Ordner verschoben. Und dann geht’s mit einem leeren Posteingang weiter.

Die E-Mails an Ichnich fasse ich erst dann an, wenn ich wirklich die Zeit habe, mich mit “Zur Kenntnis”-Mails und anderen Massensendungen zu beschäftigen.

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