Ich bin unheimlich vergesslich. Ständig die Nase im Wind der Technikwelt und die Gedanken sprunghaft wie junge Hasen — da haben viele Ideen keine lange Lebenserwartung. Zuerst hat mich das ständig in die Bredoille gebracht und meine Lieben verärgert. Dann habe ich angefangen, mir konsequent alles aufzuschreiben.
Johannes nennt dieses Prinzip “Alles muss raus” — aus dem Kopf. Damit man sich mit einem guten Gewissen der Sache zuwenden kann, die man gerade vor der Nase hat, sollte man das, was gerade hinter ihr herumhuscht, in einem “Eingangskorb” zwischenparken und später nochmal in Augenschein nehmen. In seinem Artikel zählt Johannes einige Lösungen auf:
Wie Mika Shea in seinem Artikel Anatomy of a system for Getting Things Done beschreibt, ist der Eingangskorb eine von vier Komponenten, die David Allens Organisationsprinzip benötigt. Hinzu kommen noch
Ich habe hier schon einiges ausprobiert — PDAs genauso wie teure Zeitplanbücher. Herauskristallisiert hat sich inzwischen eine Mischlösung aus digitalen und analogen Mitteln. The Ubertech beschreibt es perfekt in seinem Blog Geek’s Guide to Getting Things Done:
I use Vitalist, Google Calendar and have an allegedly smart phone, but nothing can replace siting down with a chai tea latte, G2 pen, Moleskine and charting your destiny…
Wie ich mit Vitalist effizient meine Aufgabenlisten verwalte, habe ich ja bereits beschrieben. Mein Nokia E61 kennt alle meine Kontakte — schließlich verbindet es mich auch oft genug mit ihnen. Es erfährt sie durch Synchronisation mit dem Mac, und auf die gleiche Weise lernt es auch meine privaten und beruflichen Termine.
Es muss aber nicht immer Technik sein: Um wichtige Dinge dauerhaft festzuhalten, verlasse ich mich seit einiger Zeit auf ein simples Notizbuch, das ich fast immer mit mir rumtrage. Ich habe es in verschiedene Abschnitte unterteilt, in die ich Gesprächsnotizen, Einfälle und Aufgaben schreibe. Letztere werden regelmäßig in Vitalist übertragen. Meine Gedanken aber lasse ich im Notizbuch heranreifen, praktischerweise ganz unabhängig von Strom, Tischplatz oder Internetverbindung.
Und am liebsten bei einer Tasse Chai Latte.
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