20 Tipps gegen Stress

Leo Babauta ist eine unerschöpfliche Quelle von Tipps zu produktivem, aber ausgewogenen Leben. In seinem Artikel 20 Ways to Eliminate Stress From Your Life auf ZenHabits erklärt er, auf was man achten sollte, wenn man weniger an Stress leiden will.

  1. Identifizieren Sie Stressfaktoren. Wer jeden Tag ein paar Minuten investiert, um sich darüber klar zu werden, welche wiederkehrenden Dinge, welche Personen oder Ereignisse zu Stress führen, kann Wege finden, sie zu vermeiden. Und bei den Dingen, die man nicht vermeiden kann, gibt es wahrscheinlich zumindest Möglichkeiten, sie etwas netter zu gestalten.
  2. Vermeiden Sie unnötige Verpflichtungen. Nicht nur im Beruf, sondern auch im Privatleben, in der Familie oder bei Freizeitaktivitäten gibt es Verpflichtungen, die uns unter Druck setzen. Hier mal ein Auge drauf zu werfen und kritisch zu fragen, ob der Nutzen den Stress rechtfertigt, kann entlastend wirken.
  3. Aufschieberitis. Wir alle tun es, und wir zahlen den Preis dafür. (Diesen Artikel wollte ich schon vor Wochen schreiben…) In den Himmel wachsende Stapel und Aufgabenlisten tragen zu Frust und Unzufriedenheit bei. Sich das “Gleich erledigen” anzugewöhnen und nach Gründen zu suchen, die das Erledigen zu einer positiven Erfahrung machen, hilft gegen Prokrastination.
  4. Unordnung. Zu einem gewissen Grad sind wir alle desorganisiert. Selbst mit dem besten Ordnungsschema neigt man dazu, irgendwann wieder ins Chaos zu verfallen. Nun ist es nicht besonders entspannend, wenn unsere Umgebung unordentlich ist und wir deshalb unser Zeug nicht mehr finden. Fangen Sie doch mit dem Aufräumen einfach gleich bei Ihrem Schreibtisch an, und arbeiten Sie sich dann voran!
  5. Zu spät kommen. Spät dran sein bedeutet gestresst sein. Wir machen uns hektisch zurecht, beeilen uns auf dem Weg und sind die ganze Zeit durch den Gedanken gestresst, dass wir schlecht aussehen und zu spät kommen. Sich anzugewöhnen, pünktlich zu sein, lässt diesen Stress verschwinden. Dabei hilft es, die Zeit zu stoppen, die man gewöhnlich braucht, um sich fertigzumachen und zum Ziel zu gehen oder zu fahren. Meist unterschätzt man nämlich diese Zeiten. Die Belohnung dafür, mit Hilfe dieser Zeiten rückwärts zu rechnen und mit noch 10 Minuten Puffer einzutreffen, ist ein richtig gutes Gefühl.
  6. Kontrollbedürfnis. Wenn wir dem Wahn aufsitzen, der Meister aller Klassen zu sein, wird’s stressig — vor allem, wenn dann etwas oder jemand nicht so funktioniert, wie wir es wollen. Das einzige, was man (einigermaßen) kontrollieren kann, ist man selbst, und daran gilt es erst einmal zu arbeiten. Bei anderen Leuten und Dingen hilft es in vielen Situationen, einfach zu akzeptieren, wie sie arbeiten. Sie sollten außerdem lernen, sich von Aufgaben zu trennen und sie zu delegieren. Die Kontrolle über andere Leute und Situationen aufzugeben ist ein wichtiger Schritt zu weniger Stress.
  7. Multitasking. Es mag den Anschein von Produktivität haben, an mehreren Aufgaben gleichzeitig zu arbeiten, aber in Wirklichkeit hindert es uns daran, uns auf ein Ziel zu konzentrieren und es zu erreichen — und stresst uns in der Zwischenzeit. Stellen Sie auf Singletasking um.
  8. Eliminieren Sie Energiefresser. Wenn Sie (wie oben beschrieben) Ihr Leben analysiert haben und Dinge gefunden haben, die Ihnen Stress verursachen, werden Sie womöglich auch Dinge gefunden haben, die Ihnen die Energie rauben. Bestimmte Dinge laugen uns mehr aus, als sie wert sind. Identifizieren Sie sie und schalten Sie sie aus. Mehr Energie und weniger Stress machen sich gut in der Bilanz.
  9. Meiden Sie schwierige Leute. Sie kennen sie: Wenn Sie nur eine Minute nachdenken, fallen Ihnen alle Personen — Chefs, Mitarbeiter, Kunden, Freunde, Familie usw. — ein, die Ihnen das Leben schwer machen. Sie könnten sie natürlich damit konfrontieren, aber das wird sicherlich schwierig werden. Lassen Sie sie einfach links liegen.
  10. Vereinfachen Sie Ihr Leben. Vereinfachen Sie Arbeitsabläufe, Verpflichtungen, Informationsquellen, unordentliche Zimmer oder die Masse an Dingen, die Sie beschäftigen — und der Stress nimmt ab.
  11. Entkalendern Sie. Schaffen Sie mehr freie Zeiten. Sie müssen nicht jede Minute Ihres Lebens verplanen. Lernen Sie, Besprechungen zu meiden und lange Zeiträume zu behalten, in denen Sie entweder große Brocken anpacken oder die kleinen reihenweise erledigen können. Sollte jemand nach einer Unterredung anfragen, versuchen Sie zuerst, es per E-Mail oder Telefon abzuhandeln. Wenn das nicht klappt, vermeiden Sie zumindest die blockierte Zeit, indem Sie darum bitten, dann einfach anzurufen und zu sehen, ob Sie Zeit haben. Es ist toll, einen freien Kalender zu haben.
  12. Machen Sie langsam. Anstatt durchs Leben zu rasen, lernen Sie doch, die Dinge langsam anzugehen. Genießen Sie Ihr Essen, die Leute um Sie herum, die Natur. Allein dieser Schritt kann Tonnen von Stress ersparen.
  13. Helfen Sie anderen. Es klingt widersprüchlich, sich noch mehr Aufgaben aufzubürden, um anderen Leuten zu helfen, obwohl Sie schon genug zu tun haben, aber wenn Sie Ihrem Leben eins hinzufügen sollten, dann das. Die Hilfe für andere, ob das nun freiwillige Mitarbeit bei einer caritativen Organisation ist oder einfach nur bewusst Mitgefühl für die Menschen um einen herum zu entwickeln, schenkt einem nicht nur ein sehr gutes Gefühl, es verringert auch irgendwie den Stresslevel. Natürlich gelingt das nicht, wenn Sie versuchen, andere zu steuern oder dabei hektisch und geschäftig agieren — bleiben Sie locker, haben Sie Spaß und lassen Sie die Dinge sich entwickeln, während Sie das Leben anderer verbessern.
  14. Entspannen Sie sich immer wieder. Es ist wichtig, den Arbeitstag immer wieder durch Minipausen zu unterbrechen. Halten Sie inne, massieren Sie Ihre Schultern, Nacken, Kopf, Hände und Arme. Stehen Sie auf, um sich zu strecken, gehen Sie ein paar Schritte, trinken Sie ein wenig Wasser. Gegen Sie raus und genießen Sie die frische Luft und den wunderschönen Himmel. Sprechen Sie mit jemandem, den Sie mögen. Im Leben geht es nicht nur um Produktivität. Achten Sie aber darauf, sich Online-Aktivitäten nicht zum Ausspannen anzugewöhnen — kommen Sie mal vom Computer weg.
  15. Kündigen Sie. Das ist ein drastischer Hinweis, für die meisten wahrscheinlich zu drastisch. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich Ihr Job der größte Stressfaktor. Aus den Bürozeiten auszubrechen, Ihr Einkommen zu automatisieren und etwas zu finden, was Sie wirklich mit Hingabe tun, für das Sie Leidenschaft entwickeln können, kann Ihnen ein positives und deutlich weniger stressiges Leben bringen. Denken Sie kurz drüber nach, bevor Sie es ablehnen — es könnten hier Möglichkeiten versteckt sein, die Sie noch nicht in Betracht gezogen haben.
  16. Vereinfachen Sie Ihre Aufgabenliste. Alles auf Ihrer To-Do-Liste erledigen zu wollen wird Sie garantiert stressen. Lernen Sie, Ihre Aufgaben auf das Wesentliche zu reduzieren und Sie werden ihre Bearbeitung viel mehr genießen können.
  17. Treiben Sie Sport. Ein weit verbreiteter Rat zum Stressabbau — weil er funktioniert. Sport zu treiben hilft auch, Stress zu vermeiden, und schafft Zeiträume, um nachzudenken und sich zu entspannen. Und, was ebenfalls wichtig ist: Sie werden fit. Eine fitte Person kann viel besser mit Stress umgehen. Umgekehrt ist ungesundes Leben ein Stressfaktor für sich, vor allem, wenn es ins Krankenhaus führt.
  18. Ernähren Sie sich gesund. Das geht natürlich Hand in Hand mit dem Sport als Methode gegen Stress. Werden Sie gesünder und eine große Stressquelle wird verschwinden. Außerdem habe ich festgestellt, dass fettes Essen mich in schlechtere Laune versetzt und sofort zu mehr Stress beiträgt.
  19. Seien Sie dankbar. Dieser Tipp mag nicht so offensichtlich sein wie manche andere, aber eine Einstellung der Dankbarkeit ist ein Weg, positiv zu denken, negatives Denken aus dem Leben zu verbannen und so Stress zu reduzieren. Lernen Sie, dankbar dafür zu sein, was Sie haben, für die Menschen in Ihrem Leben, und betrachten Sie es als Geschenk. Mit dieser Perspektive auf Ihr Leben wird der Stress schrumpfen und die Freude wachsen. Eine Siegerformel.
  20. Zen-mäßige Umgebung. Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Schreibtisch frei zu räumen (wie oben erwähnt) und verändern Sie sogar, wenn Sie das hinter sich haben, Ihren Schreibtisch und Ihre Arbeitsumgebung, auch die Dinge zuhause so lange, bis Sie eine einfache, friedvolle, Zen-mäßige Umgebung geschaffen haben. Es wird viel stressloser sein, in einer solchen Umgebung zu arbeiten als in einer, die verräumt und ablenkend ist.

8 Responses to “20 Tipps gegen Stress”

  1. Dirks Logbuch Says:

    Stressvermeidung ……

    Bei den zenhabits gibt es den Artikel 20 Ways to Eliminate Stress From Your Life.

    Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, ihn zu übersetzen, weil ich ihn für sehr gut halte.

    Allerdings ist mir Jochen zuvor gekommen, 20 Tipps gegen Stress….

  2. THL Says:

    20 Tipps gegen Stress…

    Soeben gefunden bei selbstadministration.de . Man muß ja nicht gleich alle 20 auf einmal annehmen. Suchen Sie sich den heraus, der Sie am meisten anspricht und setzen Sie den in den nächsten 7 Tagen um. ……

  3. Singletasking — Mehr Tipps gegen Stress ... auf Karriere-Bibel Says:

    [...] Selbstadministrations-Blog gibt es gerade 20 Tipps gegen Stress. Kostprobe? Voilà: Aufschieberitis. Wir alle tun es, und [...]

  4. Aktuelle Links vom 21.03 - Tom Schimana Says:

    [...] 20 Tipps gegen Stress :: Identifizieren Sie Stressfaktoren, Vermeiden Sie unnötige Verpflichtungen, … [...]

  5. Stephan A. aus B. » Ich kam, sah und linkte: 21.03. - 25.03. Says:

    [...] Selbstadministration :: 20 Tipps gegen Stress :: [...]

  6. Feldstudie.net .::. Windows, Capture, WinPcap, Wordpress .::. Links vom 20.-26.03.08 Says:

    [...] Selbstadministration » 20 Tipps gegen Stress [...]

  7. technology guerilla » Blog Archive » 20 Tipps gegen Stress Says:

    [...] http://www.selbstadministration.de/2007/08/20/20-tipps-gegen-stress/ [...]

  8. lasti Says:

    Ich glaube, positives Denken ist eine Einstellung mit der man wirklich Stress reduzieren kann. Wenn man die Dinge nicht mehr alle als lästig und stressig wahrnimmt, setzen wir uns selbst nicht so unter Druck.

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