Instant Messaging ist zu Unrecht verrufen

Die Instant-Messaging-Applikation gehört zu den ersten Programmen, die viele auf Produktivität bedachte Anwender beenden, wenn sie mit ihrer Arbeit ernsthaft vorankommen wollen. Schließlich gelten Unterbrechungen durch plauderhafte Buddys als Gift für effektives Arbeiten.

Nun haben aber amerikanische Wissenschaftler in einer Studie über Instant Messaging im Büro herausgefunden, dass IM durchaus helfen kann, die Produktivität und Konzentration zu verbessern.

Die an den Universitäten Irvine und Columbus arbeitenden Forscher stellten durch Beobachtung von rund neunhundert Büroangestellten fest, dass eine Unterbrechung per IM-Fenster weit weniger störend wirkt als ein Telefonanruf oder gar das persönliche Erscheinen am Schreibtisch des Kollegen. Zudem kann man per IM-Statusmeldung oder durch vorübergehendes Beenden der Software signalisieren, dass man gerade konzentriert arbeiten und nicht gestört werden möchte.

Ich werde gleich mal ein paar Kollegen neu in meine Buddyliste eintragen. Mein Jabber-Konto hat übrigens die Kennung “geewiz@web.de”. Kontaktanfragen meiner Leser sind mehr als willkommen, aber beachtet bitte meine Statusmeldung. ;-)

(Via new-worxs.de)

4 Responses to “Instant Messaging ist zu Unrecht verrufen”

  1. ksi Says:

    Prinzipiell mag das stimmen. Aber wenn ich meinen Kollegen anschauen, wie der unsere IBM Sametime Messaging Anwendung verwendetm, wird dir schlecht. Der kann nicht mal zehn Minuten neben mir sitzen und etwas mit mir bereden, wenn sein Sametime hinter ihm am Rechner aufpopt. Der hat immer Angst etwas zu verpassen anstatt anständig zu arbeiten.
    Es hängt hier auch sehr viel von der Selbstdisziplin des Anwenders ab, manche Nachrichten zu ignorieren und nicht immer auf alles antworten zu müssen.

  2. Jochen Says:

    ksi, diesen Aspekt lässt der Artikel unberücksichtigt. Hier geht es nur darum, dass jemand, der auf Produktivität bedacht ist, IM nicht fürchten muss, sondern eventuell zu seinem Vorteil nutzen kann.

    Dass umgekehrt jemand, der von seinem IM-Client, seinem Blackberry oder anderen Gadgets nicht loskommt, auch nicht produktiv sein kann, bedarf glaube ich keiner Erörterung. :) Das gehört dann eher ins Gebiet “Therapie” als in “Selbstadministration”…

  3. Der Herr Schmitt Says:

    Ich sehe das Thema IM und Produktivität eher ein wenig kritisch zumindest ist bei mir während konzentrierter Arbeit “alles aus”. Meist müssen auch Mails auf der Strecke bleiben bis ich fertig bin.

  4. Tom Schimana Says:

    Wir haben bei uns in der Firma auch IM. Wenn jemand ungestört sein möchte, dann schaltet er den IM einfach aus oder stellt ihn entsprechend ein. So, wie man auch sein Handy ausschalten sollte oder auf leise, so wie man sein Email-Programm auch mal für eine Stunde beenden kann und so wie man auch das Telefon mal umleiten kann, ist es auch mit dem IM – Die Welt geht nicht unter, weil man eines der Medien oder alle für ein oder zwei Stunden deaktiviert.

    Was für den Arbeitsplatz funktioniert sind auch JA / NEIN Schilder oder feste Zeiten für “Störungen”.

    Aber zurück zum Thema. IM hat bei uns viel gebracht. Es ist direkter als eine Mail und nicht so direkt wie ein Telefonat. Ich habe fast alle meine Kunden inzwischen im IM eingebunden. Ich möchte nicht mehr darauf verzichten. Für mich ein absolutes Produktivitätstool!

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