Im work.innovation-Blog fand ich ein Zitat, das in mir sofort eine Saite zum Klingen brachte:
Was das Thema E-Mail angeht sind wir alle Masochisten
In diesem Artikel geht es um Valentin Groebner, der sich für den ganzen Oktober hindurch ein E-Mail-Fasten auferlegt hatte und darüber in der FAZ schrieb. Seine Erkenntnis:
E-Mail ist deswegen eine so erbarmungslose Textsorte, weil sie ihren Adressaten immer schon erreicht hat, ganz egal, was er tut und wo er ist. Deswegen genießen wir es selbst so sehr, E-Mails zu schreiben und loszuschicken. Denn beides ist mit einem vagen Gefühl von „erledigt!“ verbunden, das befriedigend ist, weil sonst im Arbeitsalltag eher selten.
Auf der Empfängerseite werden diese vermeintlich erledigten Aufgaben dann zu neuen Aufgaben. Und die kommen dann als Bumerang in der Antwort wieder zum Absender zurück. Das ist der Teufelskreis der elektronischen Post.
Dementsprechend schließt Groebner mit den Worten:
Alle klagen über E-Mails. Denn niemand will sie lesen. Aber jeder will welche schreiben. Und zwar viele. Und dann, vermute ich, sich über die Antworten beschweren.
Vielleicht ist es wirklich gut, mal die Finger vom E-Mail-Programm zu lassen. Oder zumindest sich gut zu überlegen, wann man es sicher ohne Reue nutzt. Tipps dazu finden sich im Artikel auf work.innovation.
November 14th, 2008 at 15:09
Diese Erkenntnis habe ich schon vor langem erlangt. Ich lese die Mails auf Arbeit nur noch 1x am Tag und zwar am Abend. Denn wenn ich es morgens tue, dann brauche ich mir für den Arbeitstag gar nicht erst etwas vorzunehmen, weil die gesamten neuen Mails mich komplett davon abhalten würden.
März 28th, 2010 at 17:02
Seit ich aufgehört habe Mails schon morgens zu lesen, bin ich deutlich produktiver geworden. Wenn man morgens erst mit dem Mail lesen anfängt, kommt man zu nichts mehr. Ich lese Mails nur noch 2 mal pro Tag.ca. Mittags und im Laufe des Nachmittags. Ich bin auch deutlich “großzügiger” mit dem Löschen von Mails. Das hat sich durchaus bewährt.