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Wie “Simplify your life” zu “Lose your money” wird.
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“Was bedeutet Erfolg für… Sie? fragt Jochen Mai in seinem Blog “Karrierebibel”. Eine gute Frage für das Jahresende mit seinen Rückblicken und Bewertungen.
Für mich bedeutet Erfolg in erster Linie, meine Ziele zu erreichen. Ziele sind für mich wichtige Messpunkte, die ich auch bewusst setze. Natürlich kann man nach einzelnen Handlungen und Entscheidungen auch spontan erkennen, ob sie den erwarteten Erfolg hatten. Aber spätestens wenn ich unzufrieden bin, will ich ja in der Lage sein, die konkreten Punkte zu erkennen, die hinter den Erwartungen und Plänen zurückgeblieben sind. Nur dann kann ich lernen, bestimmte Fehler kein zweites Mal zu machen. Deshalb arbeite ich mit Zielen.
Einen Teil meiner Ziele habe ich erreicht, zum Beispiel mein IT-Team weiter zu vergrößern und seine Effektivität zu verbessern. Auch im Privatleben bin ich zufrieden; nach dem Umzug nach Freiburg Ende letzten Jahres haben wir uns ein recht nettes Nest gebaut und auch dieses Team erwartet nun ein neues Mitglied.
(Womit auch die Ziele für 2008 feststehen…)
Was meine Blogs betrifft war 2007 sicher bisher das beste Jahr. Mehrere hundert Abonnenten sind für mich ein großes Lob und Ansporn, mir mit dem Bloggen weiterhin viel Mühe zu geben. Und dass ich sogar handgeschriebene Weihnachtspost mit Dank “für die interessanten und amüsanten Blogeinträge” bekomme ist ein besonderer kleiner Erfolg, auf den ich sehr stolz bin.
Hundertprozentig zufrieden bin ich jedoch nicht, denn was beispielsweise Fitness und Gewicht angeht kann ich leider wenig Erfolg melden. Hier wird noch der eine oder andere kritische Blick (von mir auf meine Strategie und von Carolin auf meinen Bauchumfang) nötig sein.
In der Summe bin ich derzeit glücklich. Deshalb betrachte ich 2007 insgesamt auch als ein erfolgreiches Jahr.
Und wie ist es bei euch, liebe Leser? Was bedeutet Erfolg für euch?
Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg und Glück im neuen Jahr und zunächst frohe Weihnachtsfeiertage, für dich ich mich erst einmal abmelde!
Euer Jochen.
moreJeder möchte ein Held sein, ganz besonders Geeks wie ich. Und Motivations- und Produktivitäts-Ratgeber steigern gern die Bereitschaft dazu. Ihre Botschaft: Wer sich durch eine Krise durchbeißt anstatt aufzugeben, erntet am Ende den Triumph. Man muss sich nur ausreichend Mühe geben und die richtigen Methoden anwenden — die man natürlich von den Ratgebern lernen kann.
Das ist Quatsch. Wahre Selbstadministration hat viel damit zu tun, die eigenen Fähigkeiten, aber auch die eigenen Grenzen zu erkennen und konsequent mit ihnen umzugehen.
Nehmen wir einmal an, Du hast eine Aufgabe angenommen und für sie einen Aufwand von zwei Stunden veranschlagt. Drei Stunden später stellst Du jedoch fest, dass erst ein Viertel erledigt ist. Die Schätzung war komplett daneben. Zeit, ein ganzer Mann respektive eine ganze Frau zu sein. “Jetzt kann ich ja auch nicht mehr aufhören. Ich hab schon drei Stunden reingesteckt! Das wär’ doch gelacht, wenn ich das nicht hinbekomme.” Der Held in Dir übernimmt, krempelt die Ärmel hoch, schaltet mit zornigem Blick E-Mail, IM und andere Störungsquellen ab und stürzt sich mit noch mehr Schwung in die Arbeit. Manchmal klappt das sogar.
Aber wie sieht es denn jetzt mit Kosten und Nutzen aus? Aus zwei Stunden wurden zwölf. Wie viele wichtige Dinge hätten in dieser Zeit erledigt werden können? Du musstest sie verdrängen, weil dir Deine Fehleinschätzung peinlich war. Mit Produktivität hat das nichts mehr zu tun.
Es ist wichtig, ein Tal von einer Sackgasse zu unterscheiden. Marketing-Guru Seth Godin hat über diesen Unterschied ein interessantes Buch mit dem Titel The Dip geschrieben. Seine Botschaft: Manche Talsohlen (“Dips”) wollen durchschritten und ihre Wände erklommen werden, um zu neuen Höhen zu kommen. Aber manche Dinge fallen einfach deshalb schwer, weil sie schlicht die falschen Dinge sind! Wer sie nicht erkennt und nicht aufgibt, wird viel Energie, Zeit und Geld sinnlos verbrennen.
Das gilt gleichermaßen für Unternehmen wie für Einzelpersonen. Ein kritischer Blick (manchmal muss er von außen kommen, weil er von Scheuklappen versperrt wird) und eine beherzte Entscheidung können der Schlüssel dazu sein, sich neu zu orientieren und etwas anderes zum Erfolg zu führen; sei es eine Produkteinführung oder eine Karriereentscheidung.
Die Welt braucht Helden — in Situationen, in denen ein hohes Risiko eingegangen werden muss, um das drohende Unheil abzuwenden. Die sind selten. Wer glaubt, dass es immer nur ausreichend viel Mühe braucht, um Großes zu erreichen, ruft auch bei Call-in-TV-Sendungen an.
moreEin kurzer Hinweis in eigener Sache: die Selbstadministration hat es mir ja auch deshalb so angetan, weil ich neben meinen ganzen Blogs, Trainings und dem sozialen Leben (nein, nicht WoW) auch noch 8-10 Stunden täglich als Führungskraft arbeite und dafür ordentlich organisiert sein muss.
Mit dem Thema Management habe ich also täglich zu tun und es macht mir Spaß, auch darüber zu schreiben. Deshalb habe ich mit dem Eintrag Innovation fördern begonnen, auch über Führungsthemen wie Motivation und Arbeitsumfeld zu bloggen — drüben auf freistil-consulting.de, um hier das Thema nicht zu verwässern. Schaut doch mal rein!
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