Es ist mal wieder Montag. Ich bin heute morgen einigermaßen wach aus dem Bett ins Bad gekrochen, hab mich frisch gemacht und angezogen, mein Müsli verdrückt und mich auf den Weg zur Haltestelle gemacht. Das ungewohnte Tageslicht, zusammen mit dem Kaffee vom Bäcker, hat mich immerhin stark genug angetrieben, diesen Blogeintrag zu schreiben. So richtig fit für den Tag werd ich wohl aber erst im Büro sein. Irgendwie macht das nicht so wirklich Spaß.
Es geht auch anders. Auf “The Coach Approach” erklärt Lora Banks in 16 Ways to Jumpstart Your Day, welche Routinen helfen, gut in den Tag zu starten:
Frage an die Leser: Wie startet ihr in den Tag, was gibt euch den nötigen Kick?
moreMit dem Herbstwetter sinkt gelegentlich auch die Laune und Motivation. Ein paar Methoden, wie man einen unproduktiven Tag retten kann, zählt der Artikel Back To Work: How to Kickstart a Low-Productivity Day auf LifeHacker.com auf:
Herumspazieren. Egal ob im Büro, im Gebäude oder draußen. Irgendwo passieren immer positive Dinge, die den Geist wieder auf Trab bringen.
Einen Wecker stellen und während dieser Zeit an einer bestimmten Sache arbeiten. Nach 5, 10 oder 20 Minuten kann dabei ein Ergebnis herauskommen, das demonstriert, was Konzentration bringen kann. Vielleicht lässt sich das sogar wiederholen, aber zumindest eine Sache ist auf jeden Fall erledigt.
Ein gutes Arbeits-Buch aufschlagen und fünf Minuten lang lesen. Die Frage, wie sich das Gelesene auf eine aktuelle Aufgabe anwenden lässt, bringt oft überraschende Inspiration.
Sich an jemanden wenden, den man bewundert. Das Internet macht die Welt zum globalen Dorf, und überraschend viele bekannte Autoren, Blogger, Musiker usw. reagieren auf einen Kontakt.
Postkarten an zwei weiter weg wohnende Freunde verschicken. Diesen Punkt verstehe ich nicht ganz — damit soll man den eigenen Lebensort besser zu schätzen lernen?
Die diesen Tipps zugrunde liegenden psychologischen Prinzipien sind:
Also, wenns demnächst mal wieder neblig ist, draußen oder im eigenen Kopf, probiert mal den einen oder anderen Tipp aus!
moreEs muss nicht immer digital sein. Oft genug hat man keinen Stromanschluss, kein WLAN und keinen Computer zur Verfügung. Papier und Stift sind dann immer noch eine bewährte und beliebte Lösung. Vor Jahren war ich von den Vorteilen Papier-basierter Organisation so überzeugt, dass ich meinen PDA gegen ein Zeitplanbuch ersetzt habe. Heute genieße ich wieder den Komfort, den mir iSync mit dem Nokia E61 bietet und Software wie iGTD oder Freemind. Dennoch trage ich unterwegs immer ein Notizbuch (ja, die Hype-Marke) mit mir herum, um mir schnell Notizen machen zu können.
Wer auf die analoge Unabhängigkeit Wert legt, muss nicht unbedingt ein teures Zeitplanbuch mit jährlichen Formularsätzen kaufen. Im Web finden sich interessante einfache Alternativen:
Und ihr? Verlasst ihr euch bei eurer Organisation komplett auf digitale Helfer oder greift auch ihr auf tote Bäume zurück? Wo und wie setzt ihr produktives Papier ein?
moreInsbesondere Arbeit, die einen länger beschäftigt, geht oft mit etwas Musik im Hintergrund besser vonstatten. Wichtig ist natürlich, dass die Untermalung nicht zu aufdringlich ist, sondern als Klangteppich im Hintergrund bleibt.
Ich persönlich habe dazu einige Playlists in iTunes, die ich auf Knopfdruck abrufen kann. Sie enthalten unter anderem die gesammelten Werke von Enya und Jazz-Stücke aus der Rubrik “Fahrstuhlmusik”. Auch das Webradio-Verzeichnis von iTunes enthält in den Sektionen “Ambient” und “Jazz” passende Stationen, zum Beispiel SmoothJazz.com.
Im Starbucks, wo ich diesen Artikel gerade schreibe, läuft meist ohnehin brauchbare Musik. Und meinen iPod habe ich ohnehin überall dabei; im Zug bin ich immer sehr dankbar für meine Stupidity Shield™ Ohrstöpsel1, die mir ablenkungsfreies Arbeiten ermöglichen.
Wie haltet ihr das? Musikuntermalung bei der Arbeit — hilfreich oder störend? Wie heißen die Top 5 eurer Work-your-ass-off-Charts?
In der IT gibt es das “Continuity Management” — die Planung von Abläufen zur Behandlung ungeplanter Störungen. Der Gedanke dahinter ist: Je weniger Improvisation nötig ist, um einem Notfall zu begegnen, desto schneller bekommt man ihn in den Griff und desto weniger Folgeschäden sind zu befürchten.
Die IT mag der erste Ort sein, wo man solche klar definierten Prozesse sucht (und immer noch zu selten findet). Aber was spricht dagegen, ein Incident Management auch für andere Bereiche des beruflichen und privaten Lebens einzurichten? Überall können unerwartet U-Boote auftauchen, und dann herumzurennen wie ein geköpftes Huhn wird die Situation garantiert nicht verbessern. Hier einige Beispiele für solche U-Boote:
Wenn solche Ereignisse nicht in Stress ausarten sollen, ist Vorbereitung notwendig. Wir brauchen einen Plan B. Wir brauchen sogar viele B-Pläne. So, wie wir uns in der Schule Zeit nehmen mussten, um einen Feueralarm zu üben, brauchen wir jetzt etwas Zeit, um Abläufe und Informationen zu dokumentieren, die uns in Notsituationen helfen.
Hier einige Denkanstöße:
Am besten stellst du dir bei jeder Sache, die wichtig ist, die Frage: “Was kann schiefgehen?” Von der so entstehenden Liste ausgehend kannst du dir dann mögliche Reaktionen überlegen. So negativ zu denken mag unangenehm sein. Ich zum Beispiel bin Optimist durch und durch; ich denke nicht gern an Katastrophen. Aber noch weniger will ich gestresst sein. Einen Plan B zu haben hilft schon im Vorfeld, ruhiger mit einer wichtigen Sache zu hantieren — ganz zu schweigen von dem Zeitpunkt, in dem das Zeug den Ventilator trifft.
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