In der IT gibt es das “Continuity Management” — die Planung von Abläufen zur Behandlung ungeplanter Störungen. Der Gedanke dahinter ist: Je weniger Improvisation nötig ist, um einem Notfall zu begegnen, desto schneller bekommt man ihn in den Griff und desto weniger Folgeschäden sind zu befürchten.
Die IT mag der erste Ort sein, wo man solche klar definierten Prozesse sucht (und immer noch zu selten findet). Aber was spricht dagegen, ein Incident Management auch für andere Bereiche des beruflichen und privaten Lebens einzurichten? Überall können unerwartet U-Boote auftauchen, und dann herumzurennen wie ein geköpftes Huhn wird die Situation garantiert nicht verbessern. Hier einige Beispiele für solche U-Boote:
Wenn solche Ereignisse nicht in Stress ausarten sollen, ist Vorbereitung notwendig. Wir brauchen einen Plan B. Wir brauchen sogar viele B-Pläne. So, wie wir uns in der Schule Zeit nehmen mussten, um einen Feueralarm zu üben, brauchen wir jetzt etwas Zeit, um Abläufe und Informationen zu dokumentieren, die uns in Notsituationen helfen.
Hier einige Denkanstöße:
Am besten stellst du dir bei jeder Sache, die wichtig ist, die Frage: “Was kann schiefgehen?” Von der so entstehenden Liste ausgehend kannst du dir dann mögliche Reaktionen überlegen. So negativ zu denken mag unangenehm sein. Ich zum Beispiel bin Optimist durch und durch; ich denke nicht gern an Katastrophen. Aber noch weniger will ich gestresst sein. Einen Plan B zu haben hilft schon im Vorfeld, ruhiger mit einer wichtigen Sache zu hantieren — ganz zu schweigen von dem Zeitpunkt, in dem das Zeug den Ventilator trifft.
moreDie Fähigkeit, auch die Dinge gut zu erledigen, die man nicht mag, ist unabdingbar für Erfolg.
Diesem Satz von Donald Latumahina auf LifeHack.org findet meine volle Zustimmung. Wenn ich Bewerbungen sichte, gebe ich zwar mehr auf die praktischen Ergebnisse als auf die Noten im Abschlusszeugnis, aber irrelevant sind diese Noten auch wieder nicht: sie zeigen nämlich auch, ob der Bewerber (Bewerberinnen sind leider das vierblättrige Kleeblatt der IT) bereit ist, sich auch mal mühsam durchzubeißen. Das gehört einfach zur Realität dazu — in jeder Branche.
Donald gibt in seinem englischsprachigen Artikel gute Tipps, wie man die dazu nötige Motivation erzielen kann. Ich gebe sie hier gern auf Deutsch weiter, denn sie passen sehr gut zu meiner Einstellung zur Arbeit und ich kann sie aus eigener Erfahrung bestätigen.
Wir sehen eine ungeliebte Angelegenheit oft nicht als Teil einer größeren Sache, die uns später von großem Nutzen sein wird. Sobald wir uns den bewusst machen, wird’s leichter.
Aus den meisten Erfahrungen kann man etwas lernen. Wenn wir davon gerade nichts sehen, konzentrieren wir uns vielleicht zu sehr auf die negativen Aspekte.
Liebe ist eine mächtige Quelle für Motivation. Plötzlich packen wir selbst die langweiligsten Dinge an und haben sogar Spaß dabei.
Spaß kommt nicht allein von der Aufgabe selbst, sondern von der Interaktion mit den anderen Beteiligten. Selbst wenn die Aktivität selbst nicht gerade der Bringer ist, kann Kooperation reiche Erfahrungen vermitteln. Das ist auch ein Grund, warum dir Spaß macht, was du tust.
Je mehr du denkst oder gar aussprichst, dass du eine Aktivität nicht magst, desto geringer wird die Chance, doch Spaß dabei zu haben. Die obigen Punkte helfen dabei, positive Dinge zu finden, die man denken und über die man sprechen kann. Sei es der langfristige Gewinn, der daraus entsteht, oder die nette Zusammenarbeit mit Leuten. Konzentriere dich auf diese positiven Dinge; denke und sage nie etwas Negatives.
Vielleicht hast du nicht immer den Luxus, aussuchen zu können, mit dem du zusammenarbeitest. Aber wo immer es geht, solltest du positiv eingestellte Leute zusammensuchen. Wähl die Leute aus, von denen du weisst, dass sie Leidenschaft für die betreffende Aufgabe entwickeln. Diese Leidenschaft steckt an und du kannst daraus Energie ziehen, selbst eine positive Einstellung zu bewahren und Spaß an der Aufgabe zu haben.
moreUnter diesem Titel habe ich heute einen Vortrag beim BlogCamp Switzerland in Zürich gehalten. Dabei ging ich darauf ein, wie ich das “Getting Things Done”-Konzept auf das Bloggen anwende.
Peter Hogenkamp hat eine Kurzfassung des Vortrags live gebloggt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich WoW nur aufgrund seiner Publikumswirksamkeit als mein “soziales Leben” bezeichnet habe.
Die Folien zu meinem Vortrag “Getting Blogs Done” können Sie hier herunterladen.
moreIn meinen Seminaren für Software-Entwicklung empfehle ich dringend, die Dinge, die man sich bei komplexeren Konstrukten gedacht hat, in Kommentaren zu dokumentieren. Zu schnell vergisst man, warum man sich für den jeweils vorliegenden Ansatz entschieden hat und muss sich später erst wieder mühsam hineindenken. Aufzeichnungen senken hier den Aufwand und die Fehlerquote.
In meinem Vortrag über Getting Things Done habe ich zudem hervorgehoben, dass es sehr wichtig ist, alles aus dem Kopf zu bekommen, was wir noch anpacken müssen. So kann das Gehirn alle seine grauen Zellen auf die Aufgabe ansetzen, mit der wir uns gerade auseinandersetzen. Ich hatte schon immer Schwierigkeiten, mir spontan Dinge zu merken — eine Ablenkung und sie sind weg. Seit ich mir deshalb angewöhnt habe, mir alles Wichtige aufzuschreiben, muss ich weit weniger um Entschuldigung für meine Verpeiltheit bitten als früher.
Mein Notizbuch und Stift begleiten mich fast überall hin. So kann ich alles festhalten, was gerade noch flüchtig durch meinen Kopf geistert. Damit gehören für mich Stirnrunzler wie “Was wollte ich Marko noch fragen?”, “Wo war dieser Laden nochmal? Ich bin mal mit der Straßenbahn dran vorbei gefahren…” oder “Da war doch was, das ich noch mit meinem Team besprechen muss…” fast komplett der Vergangenheit an.
Aus diesen Erfahrungen heraus haben mich die Gründe, die das Positivity Blog für das Aufschreiben von Aufgaben, Gedanken und anderen Dingen anführt, sofort angesprochen:
Ich geh dann mal laufen.
Meine Freundin beklagt sich regelmäßig, dass ich einschlafe, kaum dass ich ins Kopfkissen eingeschlagen bin, während sie noch Ewigkeiten wach liegt. Tatsächlich fällt es nicht jedermann gleich leicht, einzuschlafen. Und zu wenig Schlaf ist gar nicht gut:
Deshalb haben die Leute von Mahalo einen Ratgeber für erholsamen Schlaf zusammengestellt. Er ist in vier Abschnitte gegliedert:
Das Schlafzimmer vorbereiten: Das Schlafzimmer sollte nach Möglichkeit nur zu diesem Zweck genutzt werden, damit man geistig aufs Schlafen eingerichtet ist. Ablenkungen sollten verhindert werden: die Uhr außerhalb des Sichtfelds, Geräusche von außen dämpfen (z.B. durch Ohrstöpsel oder auch einen Ventilator). Aufpassen sollte man außerdem, dass man die Bildung des wichtigen Botenstoffs Melatonin nicht durch Computerbenutzung, Fernsehen und helles Licht unterdrückt. Weil der Körper beim Schlafen abkühlt, stört auch ein warmer Schlafraum beim Einschlafen.
Den Körper vorbereiten: Man kann den ganzen Tag darauf ausrichten, am Abend gut einzuschlafen: Regelmäßiges Aufstehen zur gleichen Zeit hilft, den Körper an einen Rhythmus zu gewöhnen. Nickerchen sind gesund, bei Koffein ist das eher unsicher. Beides sollte man jedenfalls rechtzeitig einstellen, um am Abend bereit für Morpheus’ Arme zu sein; Sport fördert diese Bereitschaft weiter. Je näher die Bettruhe kommt, desto mehr sollte man darauf achten, sie nicht durch Rauchen, Essen und Trinken zu sabotieren. Zum Schluss nehmen ein heißes Bad und Milch den Gang komplett raus.
Bei Schwierigkeiten: Wenn’s trotzdem nicht klappt, seien ein langweiliges Buch oder ein Puzzle empfohlen. Auch hier gilt wieder, den Melatoninspiegel nicht durch helles Licht zu senken. Als letzten Ausweg zählt der Artikel Schlafmittel auf, aber die Empfehlung von Medikamenten würde ich auf jeden Fall dem beratenden Arzt vorbehalten.
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