Wenn man in Büros nach Zeitfressern fragt, kommt sehr schnell das Thema “Besprechungen” zutage. Auch ich brauche nicht lange nachzudenken, bis mir Termine der letzten Wochen einfallen, die reine Zeitverschwendung waren. Klar, ohne Besprechungen wird eine Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Ziel nicht funktionieren. Aber wenn sie schlecht vorbereitet und gehalten werden, gehen schnell ganze Personentage flöten. Und das Schlimmste ist, dass sich manche Kollegen dann nicht einmal einer Schuld bewusst sind. Sie beraumen kurzerhand ein “Folgemeeting” an.
Mike Monteiro hat sich ein außergewöhnliches Gegenmittel einfallen lassen: Wenn Zeit nicht mehr wertgeschätzt wird, dann muss ihr wieder ein Wert verliehen werden. Er fertigte zu diesem Zweck “Meeting Tokens” an — kleine Holzmünzen, die jeweils eine Viertelstunde Besprechungszeit wert sind.
Ich glaube nicht, dass sich jeder darauf einließe, wenn ich diese “Währung meiner Zeit” einführen würde. Spätestens bei ranghöheren Kollegen wird die Idee auf wenig Gegenliebe stoßen. Und dass in jedem Beutel auch noch eine Sondermünze, der “Red Merlin” (benannt nach Produktivitätsguru Merlin Mann), enthalten sein soll, mit dem man eine Besprechung sofort abbrechen kann, trägt wohl auch nicht dazu bei, dieser Limitierung der Ressource Zeit mehr Sozialverträglichkeit zu geben.
Aber ich finde, die Tokens machen den Wert, den Zeit nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Unternehmen hat, wieder sichtbar und greifbar. Deshalb gefällt mir die Idee grundsätzlich sehr.
Was tut ihr, damit ihr eure Zeit nicht in Besprechungen verschwendet?
(via 43folders.com)
moreTaskPaper ist in seiner reduzierten Schlichtheit geradezu genial.
Das sagt jedenfalls Ralf auf Twitter. Grund genug, sich die Organisationssoftware genauer anzuschauen.

TaskPaper ist im Grunde nicht mehr als eine grafische Oberfläche zur Pflege von Aufgabenlisten. Die Software ist für den Mac und speichert alle Informationen in einer simplen Textdatei. In meinem GTD-Vortrag habe ich ja betont, dass wir unsere Zeit und Energie nicht auf die Verwaltung, sondern auf die Erfüllung unserer Aufgaben verwenden sollten. Genau in diese Kerbe schlägt TaskPaper durch sein einfaches Konzept:
Wem also iGTD zu überzüchtet erscheint (ich persönlich mag die Funktionsvielfalt und Integration der Software), könnte mit TaskPaper glücklicher werden.
Übrigens: Wer schon selbst auf die Idee gekommen ist, seine Aufgaben einfach in einer Textdatei auf dem Mac zu pflegen und dazu den Editor Textmate benutzt, kann das mit dem Tasks bundle auch komfortabler gestalten.
moreUnter diesem Titel habe ich heute einen Vortrag beim BlogCamp Switzerland in Zürich gehalten. Dabei ging ich darauf ein, wie ich das “Getting Things Done”-Konzept auf das Bloggen anwende.
Peter Hogenkamp hat eine Kurzfassung des Vortrags live gebloggt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich WoW nur aufgrund seiner Publikumswirksamkeit als mein “soziales Leben” bezeichnet habe.
Die Folien zu meinem Vortrag “Getting Blogs Done” können Sie hier herunterladen.
moreIn meinen Seminaren für Software-Entwicklung empfehle ich dringend, die Dinge, die man sich bei komplexeren Konstrukten gedacht hat, in Kommentaren zu dokumentieren. Zu schnell vergisst man, warum man sich für den jeweils vorliegenden Ansatz entschieden hat und muss sich später erst wieder mühsam hineindenken. Aufzeichnungen senken hier den Aufwand und die Fehlerquote.
In meinem Vortrag über Getting Things Done habe ich zudem hervorgehoben, dass es sehr wichtig ist, alles aus dem Kopf zu bekommen, was wir noch anpacken müssen. So kann das Gehirn alle seine grauen Zellen auf die Aufgabe ansetzen, mit der wir uns gerade auseinandersetzen. Ich hatte schon immer Schwierigkeiten, mir spontan Dinge zu merken — eine Ablenkung und sie sind weg. Seit ich mir deshalb angewöhnt habe, mir alles Wichtige aufzuschreiben, muss ich weit weniger um Entschuldigung für meine Verpeiltheit bitten als früher.
Mein Notizbuch und Stift begleiten mich fast überall hin. So kann ich alles festhalten, was gerade noch flüchtig durch meinen Kopf geistert. Damit gehören für mich Stirnrunzler wie “Was wollte ich Marko noch fragen?”, “Wo war dieser Laden nochmal? Ich bin mal mit der Straßenbahn dran vorbei gefahren…” oder “Da war doch was, das ich noch mit meinem Team besprechen muss…” fast komplett der Vergangenheit an.
Aus diesen Erfahrungen heraus haben mich die Gründe, die das Positivity Blog für das Aufschreiben von Aufgaben, Gedanken und anderen Dingen anführt, sofort angesprochen:
Ich geh dann mal laufen.
Ich bin in den letzten Monaten so oft nach dem “Getting Things Done”-Konzept gefragt worden, dass ich schließlich einen Vortrag darüber verfasst und inzwischen auch schon mehrfach gehalten habe. Heute habe ich ihn nun als Video zum Online-Anschauen produziert:
Link: sevenload.com
Der Vortrag wird Grundlage eines Online-Workshops sein, den ich demnächst auf Freistil-Consulting anbieten werde.
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