Vielschreiber können sich das Tippen immer wiederkehrender Worte und Wendungen durch entsprechende Software ersparen. Unter Mac OS X wird zu diesem Zweck gern die Anwendung TextExpander eingesetzt. Auch ich verwende sie seit langem und laut eingebauter Statistik hat sie mir bisher 67.296 Tastendrücke abgenommen.
Alle Mac-Anwender unter den Lesern möchte ich darauf hinweisen, dass der Hersteller SmileOnMyMac bis Ende Juli über den Discount-Code “CREATE0709″ 20% Rabatt auf die Lizenzgebühr gewährt.
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Der Internet-Dienst Evernote hat sich seit seiner Veröffentlichung vor etwa einem Jahr auf breiter Front etabliert. Dass es neben der Weboberfläche auch komfortable Applikationen für Windows, Mac und iPhone gibt, verringert die Reibungsverluste beim schnellen Einsatz von Evernote erheblich.
Interessante Ansätze, Evernote effektiv einzusetzen, habe ich im Artikel 9 Ways I Use Evernote – The 2.0 Life von David Pierce gefunden. In den folgenden Absätzen habe ich sie kurz zusammengefasst.
Unter Universal-Eingangskorb (“Everything Inbox”) versteht David den klassischen Sammler, in dem alle neuen Sachen zunächst mal abgelegt werden. Dass Evernote mittlerweile nicht mehr nur Textnotizen, sondern Dateien aller Art verwalten kann, macht diese elektronische Inbox sehr flexibel. Die gesammelten Dinge werden regelmäßig gesichtet und einer Weiterbearbeitung oder Ablage zugeführt.
Im Getting-Things-Done-Konzept verbindet der Tickler Material mit bestimmten Terminen: Durch entsprechende Ablage tauchen Dinge wie zum Beispiel Eintrittskarten genau dann auf, wenn sie relevant werden. David hat sich dazu ein eigenes Evernote-Notizbuch angelegt. Indem er im Titel der Einträge das Datum im ISO-Format “Jahr-Monat-Tag” voranstellt, erscheinen sie automatisch sauber sortiert.
Die Tauglichkeit von Evernote als Backup-Lösung halte ich für begrenzt. David hat sich entschieden, seine persönlichen Dokumente zusätzlich auf Evernote abzulegen. Der Vorteil dieser Lösung ist der Zugriff von überall her und die automatische Erfassung durch die Evernote-Suchfunktion.
Ein weiteres Notizbuch setzt David als Schulordner ein, in dem er alles Material aus dem Unterricht ablegt. Die Zuordnung zu den Fächern stellt er über entsprechende Tags her. Auf diese Weise kann er alles an zentraler Stelle verwalten und einfach recherchieren.
Den Einsatz von Evernote als Ideen-Sammelstelle für Blogeinträge kenne ich aus eigener Erfahrung. Eines gesondertes Notizbuch, dessen Einträge per Tag den verschiedenen Blogs zugeordnet werden, ist ein nützlicher Ideenspeicher, der von überall gefüttert und bei eintretender Schreiblust eingesehen werden kann.
Ein wirkliches Tagebuch ist es nicht, das David in Evernote führt, eher “Notizen an mich selbst”. Aber interessante Daten, noch nicht zu Ende Gedachtes und andere Erkenntnisse hält er in einem Evernote-Notizbuch fest.
Die Funktion, Ankreuzfelder einzufügen, macht Evernote auch zu einem guten Listen-Verwalter. David sammelt in einem Notizbuch “Listen” alles mögliche, darunter seine Einkaufsliste, interessante Bands, Geschenkideen und Filme, der er anschauen möchte.
Recherche ist ein klassisches Einsatzgebiet von Evernote. Notizen, Dateien und per Web-Clipper (Bookmarklet oder Firefox-/Safari-Plugin) festgehaltene Inhalte können an zentraler Stelle gesammelt und durchforstet werden.
Als Dokumentenablage wird Evernote aufgrund seiner Texterkennungsfunktion interessant. So werden auch eingescannte Textseiten von der Suchfunktion erfasst. David legt hier alle Arten von Material, ob Magazinausschnitte, Belege oder Kontoauszüge, ab.
moreTexte auf Websites zu lesen macht nicht immer Spaß. Komplexe Layouts mit zahllosen Links und Informationen, “individuelle” Farb- und Schriftgestaltung sowie die unvermeidbaren, nach Aufmerksamkeit heischenden Werbeflächen machen es schwer, einen Text konzentriert zu lesen. Schade, denn viele Texte sind es wirklich wert, dass man ihnen Aufmerksamkeit schenkt.
Wer die Inhalte einer Website per RSS-Feed abonnieren kann, ist froh, dass der RSS-Reader die rohen Inhalte gefällig auf dem Bildschirm darstellt. Leider ziehen es manche Website-Betreiber vor, nur Teaser per Feed zu veröffentlichen, um die Leser dann doch auf die Website zu ziehen.
Wie schön wäre es, einen Filter zu haben, der alles schmückende Beiwerk entfernt und das Wesentliche gefällig formatiert anzeigt!
Und es gibt jetzt diesen Filter. Er heißt “Readability” und ist ein sogenanntes Bookmarklet, das in jedem gängigen Webbrowser funktioniert.
Wer es nutzen will, darf auf der Readability-Homepage zunächst auswählen, in welchem Stil, mit welcher Schriftgröße und welcher Randbreite die gefilterten Texte dargestellt werden sollen. Anschließend zieht man den Readability-Link einfach in die Lesezeichenleiste des Webbrowsers. Es handelt sich dabei nicht um ein herkömmliches Lesezeichen, sondern um ein kleines Javascript-Programm. Diese Form intelligenter Lesezeichen bezeichnet man als Bookmarklet.
Klickt man das Bookmarklet an, wirkt es seine Magie und reduziert die aktuell angezeigte Website auf das Wesentliche. So wird dann aus dem Informationsdschungel dieser Website…

…ein einfach zu lesender Text:

Ich bin begeistert und lese ab sofort mit deutlich mehr Readability!
moreDie Frage Nutzt ihr Outliner?, die der Macoholic in seinem Blog stellte, machte mir heute bewusst, dass diese Art von Software schon lange eine wichtige Rolle in meiner Selbstadministration spielt.
Outliner ermöglichen es, auf einfache Weise mehrstufige Gliederungen in Textform aufzubauen. Schon, als ich mit Palm-PDA arbeitete, nutzte ich Programme dieser Art als Aufgabenliste, Einkaufszettel und Ideenspeicher. Auf dem Mac kommt bei mir Circus Ponies Notebook zum Einsatz. Torsten zählt in seinem Blog Opal und Deep Notes auf, und in den Kommentaren wird auch der Omni Outliner erwähnt, der bei vielen Macs vorinstalliert ist.
Outliner und Mindmapping dienen beide dem selben Zweck, nämlich eine hierarchische Verfeinerung darzustellen. Eine Mindmap gibt diese Hierarchie grafisch wieder, während ein Outliner sie durch Einrückung der Textzeilen visualisiert.
Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile, und meines Erachtens ergänzen sie sich gut. Mindmaps nutze ich meist, wenn sich die Gliederung erst im Entwicklungsstadium befindet. Dann füge ich hier einen Zweig hinzu und hänge da einen Knoten an eine andere Stelle um. Wo die Gliederung schon fertig ist oder sich von selbst ergibt, ist mir der Outliner meist lieber.
Eine schöne Anregung habe ich in Thorstens Kommentaren gefunden: Beim Durcharbeiten eines Buchs schreibt man zunächst das Inhaltsverzeichnis herunter und fügt dann beim Lesen Kommentare und Ideen hinzu. Auf diese Weise hält man das Wichtige fest — sei es für späteres Nachfassen oder einen Blogeintrag. Das versuche ich jetzt gleich mal bei dem Buch, das ich aktuell lese.
moreEvernote ist ein Dienst, der Texte, Bilder und Audio-Schnipsel seiner Nutzer speichert. Verwaltet werden können diese Informationen sowohl über einfach zu bedienende Desktop-Anwendungen als auch im Web.
Erklärtes Ziel des Dienstes ist es, das Gedächtnis des Benutzers durch eine leistungsfähige Suchfunktion zu ergänzen. Diese Suchfunktion besticht durch eine Besonderheit: jedes auf Evernote hochgeladene Bild wird automatisch einer OCR-Analyse (Optical Character Recognition) unterzogen, bei der Texte im Bild erkannt und dem Suchindex hinzugefügt werden. Auf diese Weise erfasst die Evernote-Suche auch T-Shirt-Aufdrucke fotografierter Personen oder den Text einer eingescannten Visitenkarte.
Die Nutzung von Evernote ist zunächst kostenlos. Erst ab einem gewissen Maß an Datenverkehr pro Monat ist die kostenpflichtige Premium-Variante erforderlich.
Seit kurzem gibt es auch eine Evernote-Applikation für das iPhone. Und wie die neue Version 1.2 dieser Applikation im Evernote-Blog bekannt gemacht wurde, hat mir viel Spaß gemacht:
Let’s just cut to the chase. You asked, and we made it happen:
- I want to edit notes right on the iPhone: DONE
- Give me more audio recording time: YOU GOT IT
- Make image and audio uploads faster: IT’S 4X FASTER NOW
- Let me choose to have notes sync only over WiFi: OKIE DOKIE
- Ugh, the first line of my text notes gets cut off: FIXED
- Integrate a flashlight application: UM, NO
Am wichtigsten sind dabei meiner Ansicht nach der erste und der letzte Punkt.
Ich nutze derzeit die Evernote-Anwendungen für Mac und für das iPhone und lerne dabei vor allem die Einfachheit zu schätzen, mit der ich Notizen und Bilder auf Evernote ablegen und wiederfinden kann.
Von den Evernote-Anwendern unter meinen Lesern würde ich mich über einen Kommentar mit euren Erfahrungen freuen! Und die anderen seien eingeladen: Probierts einfach mal aus!
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