Evernote ist ein Dienst, der Texte, Bilder und Audio-Schnipsel seiner Nutzer speichert. Verwaltet werden können diese Informationen sowohl über einfach zu bedienende Desktop-Anwendungen als auch im Web.
Erklärtes Ziel des Dienstes ist es, das Gedächtnis des Benutzers durch eine leistungsfähige Suchfunktion zu ergänzen. Diese Suchfunktion besticht durch eine Besonderheit: jedes auf Evernote hochgeladene Bild wird automatisch einer OCR-Analyse (Optical Character Recognition) unterzogen, bei der Texte im Bild erkannt und dem Suchindex hinzugefügt werden. Auf diese Weise erfasst die Evernote-Suche auch T-Shirt-Aufdrucke fotografierter Personen oder den Text einer eingescannten Visitenkarte.
Die Nutzung von Evernote ist zunächst kostenlos. Erst ab einem gewissen Maß an Datenverkehr pro Monat ist die kostenpflichtige Premium-Variante erforderlich.
Seit kurzem gibt es auch eine Evernote-Applikation für das iPhone. Und wie die neue Version 1.2 dieser Applikation im Evernote-Blog bekannt gemacht wurde, hat mir viel Spaß gemacht:
Let’s just cut to the chase. You asked, and we made it happen:
- I want to edit notes right on the iPhone: DONE
- Give me more audio recording time: YOU GOT IT
- Make image and audio uploads faster: IT’S 4X FASTER NOW
- Let me choose to have notes sync only over WiFi: OKIE DOKIE
- Ugh, the first line of my text notes gets cut off: FIXED
- Integrate a flashlight application: UM, NO
Am wichtigsten sind dabei meiner Ansicht nach der erste und der letzte Punkt.
Ich nutze derzeit die Evernote-Anwendungen für Mac und für das iPhone und lerne dabei vor allem die Einfachheit zu schätzen, mit der ich Notizen und Bilder auf Evernote ablegen und wiederfinden kann.
Von den Evernote-Anwendern unter meinen Lesern würde ich mich über einen Kommentar mit euren Erfahrungen freuen! Und die anderen seien eingeladen: Probierts einfach mal aus!
moreMit dem Motto “A Single Place For All Your Notes!” geht Evernote an den Start. Die neue Webanwendung geht in puncto Online-Notizbuch einen Schritt weiter als bekannte Web-2.0-Applikationen wie Backpack oder Desktop-Software wie Eagle Filer (beide nutze ich selbst täglich). Evernote speichert nicht nur Textschnipsel, die man per Webbrowser oder Mobiltelefon dort ablegt, sondern verarbeitet auch Bilder.
Dabei beschränkt es sich aber nicht darauf, Notizen und Bilder zu speichern und nach Bedarf wieder darzustellen. Eine Text- und Handschrifterkennung macht es möglich, in Bildern enthaltene Informationen per Cut&Paste in andere Anwendungen zu übernehmen. Das soll sogar mit Notizen funktionieren, die man im Restaurant auf die Serviette geschrieben und per Handykamera auf Evernote.com hochgeladen hat.
Damit man Informationen per E-Mail einliefern kann, erhält jeder Nutzer eine geheime Adresse. Komfortabel wird die Nutzung von Evernote durch eine lokal installierte Desktop-Anwendung, die es bislang für Windows und Mac OS X gibt.
Notizen können nachträglich zu Aufgabenlisten umgewandelt werden, indem man Ankreuzkästchen hinzufügt. So wird Evernote auch zur To-Do-Verwaltung.
Der Dienst bezeichnet sich als “ausgelagertes Langzeitgedächtnis” und macht tatsächlich einen innovativen Eindruck. Ich werde ihn in den nächsten Wochen testen und meine Erkenntnisse bloggen. Leider verfügt mein Handy nicht über eine Kamera, sodass ich hier etwas improvisieren muss. Einen Gedanken auch unterwegs schnell per E-Mail an meine private Evernote-Adresse festzuhalten funktioniert jedenfalls schon mal einwandfrei.
moreHeute will ich mal wieder eine nützliche Anwendung empfehlen, die man dank WWW von überall aus benutzen kann: MindMeister.
MindMeister ermöglicht die Erstellung von Mind Maps im Web. Dabei werden die Mind Maps auf den Servern des Anbieters gespeichert und stehen dem Bearbeiter daher jederzeit zur Verfügung, ja sogar weiteren Personen, die zur Ansicht oder gar Bearbeitung berechtigt wurden.
Mind Maps gehen von einem zentralen Stichwort oder Gedanken aus und verzweigen sich dann immer mehr in Details und Teilaspekte1.
Ganz ehrlich: MindMeister begeistert mich. Bisher erstellte ich Mind Maps lokal auf meinem Rechner in der kostenlosen Anwendung Freemind. Trotz der Tatsache, dass MindMeister im Webbrowser abläuft, steht der Komfort der Bedienung Freemind in keiner Weise nach — sie ist sogar verblüffend ähnlich.
Den Umstieg auf MindMeister erleichtert die Importfunktion für Dateien der Applikationen Freemind und MindManager. Auch der umgekehrte Weg ist per Export möglich.
Nun mag eine Webanwendung so nutzerfreundlich sein wie sie will — ohne Internetverbindung ist sie tot. Das gilt aber nicht für MindMeister! Dank Google Gears verfügt sie über einen Offline-Modus, in dem sie zwar im Browser, aber ohne Internetverbindung abläuft. Schaltet man später wieder auf “online”, werden alle lokal gespeicherten Änderungen mit dem MindMeister-System synchronisiert.
MindMeister gibt es als kostenloses, aber auf sechs Maps beschränktes Angebot sowie als kostenpflichtige Premium-Version ohne Beschränkung, dafür aber mit verschlüsseltem SSL-Zugriff. Um sich einen Eindruck zu schaffen, darf man die Premium-Möglichkeiten für einen Monat kostenlos testen.
Ich arbeite intensiv mit Mindmaps, weil sie mir die schrittweise Verfeinerung meiner Ideen, Beobachtungen und Konzepte erleichtern. Dass ich sie auf MindMeister.com von überall aus bearbeiten und sogar mit anderen teilen kann, macht die 38,50 € im Jahr für das Premium-Angebot zu einem sehr interessanten Angebot.
moreManche Produktivitäts-Tipps fallen kurz aus und sind dennoch unglaublich wertvoll. Zum Beispiel dieser:
Besuche niemals, ich wiederhole: niemals, StumbleUpon. Meide vor allem deren Firefox-Addon um jeden Preis.
Das war’s auch schon. Gleich mal schauen, welche interessanten Websites der Button als nächstes herbeizaubert…
moreBackpack von 37signals war schon vor mehr als einem Jahr für lange Zeit mein Organisationswerkzeug Nr. 1. Es handelt sich dabei um eine Webanwendung, die der Benutzerin Seiten zur Verfügung stellt, auf der sie Listen, Notizen, Dateien und Bilder unterbringen kann. Seiten können auf Wunsch auch anderen zugänglich gemacht werden, um gemeinsam an ihren Inhalten zu arbeiten. Ein kleiner Kalender und die Möglichkeit, sich zu bestimmten Terminen per E-Mail oder SMS benachrichtigen zu lassen, runden das Angebot ab. Was sich aus diesen Bausteinen so alles machen lässt, zeigt der Hersteller in einer Übersicht und in einer Beispielsammlung.
Bevor ich Vitalist fand, nutzte ich Backpack als GTD-Lösung: für jeden Kontext legte ich eine Seite an, auf der ich beliebig viele Aktionslisten unterbringen konnte. Dass ich mit mehr als 5 Seiten auf eine der kostenpflichtigen Ausbaustufen wechseln musste, störte mich nicht, denn hier war schon früh der Nutzen von Web-2.0-Anwendungen zu spüren. Vitalist zeigte sich etwas später allerdings deutlich flexibler, was den Umgang mit Listen und Aufgaben anging, sodass ich Backpack aufgab und meine Nutzung wieder auf 5 Seiten beschränkte.
Mit dem noch frischen Update hat 37signals einige wichtige Funktionen hinzugefügt oder verbessert:

Insbesondere die einfache Verlagerung von Inhalten per Drag&Drop innerhalb der Seite, auf eine andere bestehende Seite oder auf eine neu anzulegende Seite macht den Umgang mit größeren Sammlungen ganz einfach. Und die mit einem Titel versehenen Trennlinien helfen ungemein, die Übersicht über eine Seite zu behalten.
Ich werde Backpack jetzt wahrscheinlich wieder mit größerer Begeisterung nutzen. Allerdings nicht mehr nur als persönliches Organisations-Werkzeug, sondern zur Zusammenarbeit mit anderen. Auf Backpack-Seiten kann man nämlich auch prima Aufgabenlisten für eine Arbeitsgruppe sammeln, Dokumente eines Projekts zentral ablegen oder Bilder austauschen. Dass Backpack nun über die Änderungen an einer Seite per RSS-Feed informiert, unterstützt dabei schnelle Reaktionen innerhalb des Teams.
Ich denke, dass dann auch schnell wieder eine kostenpflichtige Ausbaustufe nötig sein wird. Aber das ist mir die einfache Handhabung und die effektive Kommunikation innerhalb kleiner Projekte wert.
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