Warum Spätaufsteher produktiver sind

Im direkten Gegensatz zum früheren Eintrag Warum Frühaufsteher produktiver sind steht eine neue Studie: “Es sind die Spätaufsteher, die den Vorteil haben und die frühen Vögel in der Leistung überrunden”, erklärt Philippe Peigneux, Professor für Klinische Neuropsychologie an der Freien Universität Brüssel. Zusammen mit Co-Autorin Christina Schmidt hat Peigneux seine überraschenden Erkenntnisse kürzlich im Magazin “Science” veröffentlicht.

Mittels Magnetresonanz-Tomographie wurden 30 Probanden untersucht, die entweder extreme Frühaufsteher oder extreme Langschläfer sind. Die einen standen zwischen 5 und 6 Uhr morgens auf, die anderen gegen Mittag. In dem Bereich des Gehirns, das für die Aufmerksamkeitsspanne zuständig ist, beobachteten die Forscher nach ca. 10 Stunden bei den Frühaufstehern gegenüber der anderen Gruppe einen deutlichen Leistungsabfall.

Dass sie erst spät am Abend ihr Leistungshoch erreichen, ist ein Problem für die Langschläfer. Denn darauf ist das gesellschaftliche Leben nicht ausgerichtet. Wer bis in die Nacht arbeitet und dann am Morgen wieder zur Arbeit oder zur Schule geht, läuft Gefahr, einen faulen oder unmotivierten Eindruck zu hinterlassen — dabei ist er oder sie schlichtweg unausgeschlafen. Die Erkenntnis der Forscher: Lässt man diese Menschen nach ihrem Rhytmus leben, übertreffen sie die Morgen-Fraktion.

Welcher Gruppe man angehört, kann genetisch bedingt sein: Jeweils 15 Prozent der Bevölkerung gehören zu einem Ende des Spektrums, der Rest wird allerdings “neutral” geboren.

Frage an die Leser: Frühaufsteher oder Nachtarbeiter? Outet euch in den Kommentaren!

(via Globe and Mail)

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Das Manifest des Kults des Fertig

Im “The Cult of Done Manifesto” verfasste Bre Pettis ein leidenschaftliches Plädoyer für das Erledigen von Aufgaben. Übersetzt lautet das Manifest so:

  1. Es gibt drei Zustände des Seins: Nichtwissen, Handlung und Vollendung.
  2. Akzeptiere, dass alles ein Entwurf ist. Das hilft, es fertig zu machen.
  3. Es gibt keine Überarbeitungsphase.
  4. So zu tun, als wüsstest du, was du tust, ist fast das gleiche wie zu wissen, was du tust; also nimm an, dass du weißt, was du tust, selbst wenn das nicht der Fall ist, und bring es zu Ende.
  5. Verbanne Prokrastination. Wenn du für die Erledigung einer Idee mehr als eine Woche brauchst, lass sie sein.
  6. Das Ziel, etwas zu erledigen, ist nicht, fertig zu sein, sondern andere Dinge zu erledigen.
  7. Wenn du fertig bist, kannst du es wegwerfen.
  8. Lache über Perfektion. Sie ist langweilig und hindert dich am fertig werden.
  9. Die Leute ohne dreckige Hände haben Unrecht. Etwas zu tun gibt dir Recht.
  10. Versagen gilt als Erledigen. Also mach Fehler.
  11. Zerstörung ist eine Art des Erledigens.
  12. Wenn du eine Idee hast und im Internet veröffentlichst, zählt das als ein Geist des Fertig.
  13. Fertig ist der Motor von mehr.

Joshua Rothaas hat aus dem englischen Original ein nettes Poster gestaltet:

Cult of Done Manifesto

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9 Verwendungszwecke für Evernote

evernote_logo.gifDer Internet-Dienst Evernote hat sich seit seiner Veröffentlichung vor etwa einem Jahr auf breiter Front etabliert. Dass es neben der Weboberfläche auch komfortable Applikationen für Windows, Mac und iPhone gibt, verringert die Reibungsverluste beim schnellen Einsatz von Evernote erheblich.

Interessante Ansätze, Evernote effektiv einzusetzen, habe ich im Artikel 9 Ways I Use Evernote – The 2.0 Life von David Pierce gefunden. In den folgenden Absätzen habe ich sie kurz zusammengefasst.

Unter Universal-Eingangskorb (“Everything Inbox”) versteht David den klassischen Sammler, in dem alle neuen Sachen zunächst mal abgelegt werden. Dass Evernote mittlerweile nicht mehr nur Textnotizen, sondern Dateien aller Art verwalten kann, macht diese elektronische Inbox sehr flexibel. Die gesammelten Dinge werden regelmäßig gesichtet und einer Weiterbearbeitung oder Ablage zugeführt.

Im Getting-Things-Done-Konzept verbindet der Tickler Material mit bestimmten Terminen: Durch entsprechende Ablage tauchen Dinge wie zum Beispiel Eintrittskarten genau dann auf, wenn sie relevant werden. David hat sich dazu ein eigenes Evernote-Notizbuch angelegt. Indem er im Titel der Einträge das Datum im ISO-Format “Jahr-Monat-Tag” voranstellt, erscheinen sie automatisch sauber sortiert.

Die Tauglichkeit von Evernote als Backup-Lösung halte ich für begrenzt. David hat sich entschieden, seine persönlichen Dokumente zusätzlich auf Evernote abzulegen. Der Vorteil dieser Lösung ist der Zugriff von überall her und die automatische Erfassung durch die Evernote-Suchfunktion.

Ein weiteres Notizbuch setzt David als Schulordner ein, in dem er alles Material aus dem Unterricht ablegt. Die Zuordnung zu den Fächern stellt er über entsprechende Tags her. Auf diese Weise kann er alles an zentraler Stelle verwalten und einfach recherchieren.

Den Einsatz von Evernote als Ideen-Sammelstelle für Blogeinträge kenne ich aus eigener Erfahrung. Eines gesondertes Notizbuch, dessen Einträge per Tag den verschiedenen Blogs zugeordnet werden, ist ein nützlicher Ideenspeicher, der von überall gefüttert und bei eintretender Schreiblust eingesehen werden kann.

Ein wirkliches Tagebuch ist es nicht, das David in Evernote führt, eher “Notizen an mich selbst”. Aber interessante Daten, noch nicht zu Ende Gedachtes und andere Erkenntnisse hält er in einem Evernote-Notizbuch fest.

Die Funktion, Ankreuzfelder einzufügen, macht Evernote auch zu einem guten Listen-Verwalter. David sammelt in einem Notizbuch “Listen” alles mögliche, darunter seine Einkaufsliste, interessante Bands, Geschenkideen und Filme, der er anschauen möchte.

Recherche ist ein klassisches Einsatzgebiet von Evernote. Notizen, Dateien und per Web-Clipper (Bookmarklet oder Firefox-/Safari-Plugin) festgehaltene Inhalte können an zentraler Stelle gesammelt und durchforstet werden.

Als Dokumentenablage wird Evernote aufgrund seiner Texterkennungsfunktion interessant. So werden auch eingescannte Textseiten von der Suchfunktion erfasst. David legt hier alle Arten von Material, ob Magazinausschnitte, Belege oder Kontoauszüge, ab.

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