Effektiv mit Prioritäten arbeiten

on Februar 1st, 2010 by Jochen

Dawn Foster gesteht auf WebWorker Daily ihr “Dirty Little Task Management Secret“: Das Vergeben von Prioritäten an ihre Aufgaben klappte hinten und vorne nicht. Das war die Aufteilung ihrer Aufgaben zum Zeitpunkt ihrer Erkenntnis: 95% “sehr hoch”, 4% “hoch”, 1% “normal” Priorität und keine einzige Aufgabe in den Kategorien “niedrig” und “sehr niedrig”.

Ihr Schema zur Vergabe von Prioritäten sah so aus:

  • “Sehr hoch”: Alles, wofür Kunden sie bezahlen
  • “Hoch”: Wichtige Aufgaben, die jedoch keinen direkten Umsatz erzeugen (Blogeinträge, Nebenprojekte)
  • “Normal”: Aufgaben, die bei Gelegenheit zu erledigen sind

Dawn geriet damit schnell in das Problem, dass sie ständig Aufgaben mit “sehr hoher” Priorität auf den nächsten Tag verschieben musste, weil für sie einfach nicht genug Zeit zur Verfügung stand.

Um aus diesem Trott auszubrechen, stellte sie ein neues Schema auf:

  • “Sehr hoch”: Alles, das auf jeden Fall im Lauf des Tages erledigt werden muss
  • “Hoch”: Bezahlte Arbeiten und Projekte, bei denen jemand darauf zählt, dass möglichst noch heute ein Ergebnis geliefert wird.
  • “Normal”: Bezahlte Arbeiten und Projekte, bei denen jemand ein Ergebnis erwartet.
  • “Niedrig”: Nicht dringende Ausgaben, die keinen direkten Umsatz erzeugen und die Arbeit anderer nicht berühren (persönliche Blogeinträge, private Projekte)
  • “Sehr niedrig”: Etwas, das bei Gelegenheit erledigt werden kann

Mit dieser Aufteilung hofft sie, eine gesündere Aufteilung ihrer Aufgaben zu erzielen und besser mit deren Erledigung voran zu kommen. Ich bin optimistisch, dass ihr das gelingt.

Das offizielle “Getting Things Done”-Konzept kennt keine Prioritäten, um so dynamisch wie möglich zu bleiben. Dennoch muss man bei der Entscheidung, welche Aufgaben als nächste dran sind, irgendeine Art der Differenzierung anwenden. Dawns Schema, die unwichtigen von den wichtigen Aufgaben und die wichtigen von den dringenden zu unterscheiden, ist eine Möglichkeit, diese Entscheidung zu treffen.

Ganz ähnlich gehe auch ich vor, wenn ich morgens meine MIT-Liste der “Most Important Tasks” aufstelle. Ich benutze OmniFocus und setze bei jeder Aufgabe, der ich mich heute auf jeden Fall widmen muss, die Flaggen-Markierung. Den Überblick über meine MIT gibt mir ein entsprechend konfigurierter Filter.

Vergibst du Prioritäten an deine Aufgaben? Schreib einen Kommentar, nach welchem Schema du dabei vorgehst!

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10 besondere Tipps für produktive Besprechungen

on August 10th, 2009 by Jochen

“Gähn — schon wieder eine Tippsammlung, wie man Meetings gut vorbereitet und durchführt? Wie langweilig!”

Nein, dies soll kein Nullachtfünfzehn-Rat werden. Shira Levine verfolgt einen ganz anderen Ansatz für die produktive Nutzung der Zeit, die wir in Besprechungen verbringen. Auf OpenForum.com hat sie Ihre Liste “10 produktive Sachen, die man heimlich in Meetings tun kann” veröffentlicht. Jeden Punkt hat sie mit konkreten Beispielen versehen, die ich hier auslasse:

  1. ein Unternehmen starten
  2. eine Hollywood-Karriere einleiten
  3. das Adressbuch aufräumen
  4. eine Reise organisieren
  5. einen neuen Job finden
  6. Hausaufgaben erledigen
  7. die nächste Besprechung vorbereiten
  8. Budgets planen
  9. Aufgaben erledigen
  10. echte Arbeit angehen

Als Bonuspunkt fügte Shira dann noch “Körperpflege” hinzu.

Vielleicht sollte jemand, in dessen Besprechungen sich die Kollegen nur noch mit solchen Beschäftigungen zu helfen wissen, sich selbst mal Vorschlag Nr. 5 zu Herzen nehmen. Am besten außerhalb einer Besprechung.

(via ToolBlog)

PS: Von einem auffälligen Beispiel für wirklich effektive Besprechungsführung berichtet die BusinessWeek.

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Kampf der Prokrastination

on Mai 28th, 2009 by Jochen

Aufschieberitis ist für viele ein Problem, denn sie hindert einen nicht nur daran, die eigenen Aufgaben erledigt zu bekommen, sondern sie wirkt auch nach über den Frust und die Schuldgefühle, die sie verursacht.

Folgerichtig ist der Artikel “11 Causes and Cures for Procrastination” unter “Stressmanagement” abgelegt. Wer den Hang zur Prokrastination nicht einfach als Charaktereigenschaft abhaken will, findet hier die folgenden Hinweise auf mögliche Ursachen und Lösungsansätze:

  • Angst vor komplizierten Aufgaben: Zerlege große Aufgaben in kleinere Teile. Vollende eine Start-Aufgabe, egal wie klein sie sein mag.
  • Furcht vor Unperfektion: Akzeptiere, dass Perfektion selten erreicht werden kann und ebenso selten nötig ist. Du bist ein Mensch, kein Roboter. Wende so oft wie möglich die 80/20-Regel an.
  • Unschlüssigkeit: Ermittle deine Entscheidungs-Kriterien, dann setze dir ein Ultimatum für die Entscheidung. Bitte einen Freund, dich zur Verantwortung zu ziehen.
  • Verschwommene Prioritäten: Unterscheide Verpflichtungen von Optionen. Wofür bist du wirklich verantwortlich? Erstelle eine Aufgabenliste mit Prioritäten.
  • Langweiliges Kleinzeug: Automatisiere einfache Routineaufgaben so weit wie möglich.
  • Mangel an Fokus: Minimiere Ablenkungen. Schau nur zwei Mal am Tag (statt alle 5 Minuten) nach E-Mails und Voicemail. Such dir einen ruhigen Raum, in dem du dich konzentrieren kannst. Widerstehe dem Drang, Pausen einzulegen.
  • Unordnung: Räume deinen Arbeitsplatz auf. Lege Werkzeuge und Hilfsmittel dorthin, wohin sie gehören, damit du sie findest, wenn du sie brauchst.
  • Faulheit: Mache dir die Konsequenzen von Prokrastination bewusst. Wehre dich gegen die Verlockung, einfach abzuhängen. Verschaff dir das Gefühl, etwas erreicht zu haben, indem du kleinere Aufgaben zu Ende bringst. Belohne dich.
  • Fehlende Energie: Sorge für regelmäßigen Schlaf. Ernähre dich gesund. Treibe Sport. Überspring nicht das Frühstück.
  • Startschwierigkeiten: Liste heute die Aufgaben auf, die du morgen erledigen willst. Mit dieser Liste kannst du sofort loslegen.
  • Verdauungsstarre: In ähnlicher Weise kannst du vor dem Mittagessen die Aufgaben festlegen, die am Nachmittag dran sind. Vermeide schweres Essen.

Fehlt noch ein nützlicher Tipp? Liebe Leser, wie haltet ihr die Aufschieberitis im Zaum?

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Das Manifest des Kults des Fertig

on Mai 2nd, 2009 by Jochen

Im “The Cult of Done Manifesto” verfasste Bre Pettis ein leidenschaftliches Plädoyer für das Erledigen von Aufgaben. Übersetzt lautet das Manifest so:

  1. Es gibt drei Zustände des Seins: Nichtwissen, Handlung und Vollendung.
  2. Akzeptiere, dass alles ein Entwurf ist. Das hilft, es fertig zu machen.
  3. Es gibt keine Überarbeitungsphase.
  4. So zu tun, als wüsstest du, was du tust, ist fast das gleiche wie zu wissen, was du tust; also nimm an, dass du weißt, was du tust, selbst wenn das nicht der Fall ist, und bring es zu Ende.
  5. Verbanne Prokrastination. Wenn du für die Erledigung einer Idee mehr als eine Woche brauchst, lass sie sein.
  6. Das Ziel, etwas zu erledigen, ist nicht, fertig zu sein, sondern andere Dinge zu erledigen.
  7. Wenn du fertig bist, kannst du es wegwerfen.
  8. Lache über Perfektion. Sie ist langweilig und hindert dich am fertig werden.
  9. Die Leute ohne dreckige Hände haben Unrecht. Etwas zu tun gibt dir Recht.
  10. Versagen gilt als Erledigen. Also mach Fehler.
  11. Zerstörung ist eine Art des Erledigens.
  12. Wenn du eine Idee hast und im Internet veröffentlichst, zählt das als ein Geist des Fertig.
  13. Fertig ist der Motor von mehr.

Joshua Rothaas hat aus dem englischen Original ein nettes Poster gestaltet:

Cult of Done Manifesto

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18 Tricks für besseres GTD

on Januar 21st, 2009 by Jochen

Auf 18 Tricks to Instantly Improve your GTD System habe ich eine Liste mit nützlichen Anregungen gefunden, die helfen, das eigene System zu optimieren. Sie sind sinnvollerweise in die verschiedenen GTD-Phasen unterteilt:

Sammeln

  1. Halte das Wichtigste aus jedem Anruf und jedem Gespräch fest, bevor du zum nächsten übergehst.

  2. Dein Werkzeug zum Allzeit-Notieren sollte auch wirklich allzeit bereit sein.

  3. Versieh alles, auch Sprachnotizen, mit einer Zeitangabe.

  4. Entwickle ein persönliches Notiz- und Abkürzungssystem.

  5. Filtere im voraus.

Sichten

  1. Arbeite stets an einem sauberen Schreibtisch mit nur einem Gegenstand vor dir.

  2. Verwende wirklich einen 2-Minuten-Timer.

  3. Halte das Ergebnis deines Nachdenkens und Arbeitens immer fest.

Ordnen

  1. Halte alle Werkzeuge und Materialien in Griffweite bereit.

  2. Suche die Hemmschuhe in deinem System.

  3. Halte dich strikt an die Konzepte “Projekt”, “Sammler” (tickler file) und “Irgendwann-Aufgaben”.

Nachbearbeiten

  1. Gehe stets anhand einer Checkliste vor.

  2. Reserviere dafür einen wöchentlichen Termin.

  3. Belohne dich für eine saubere Nachbearbeitung.

  4. Führe täglich eine kleine Nachbearbeitungsrunde durch.

Erledigen

  1. Markiere und gruppiere zu Beginn jedes Tages deine wichtigsten Aufgaben.

  2. Erledige ähnliche Aufgaben auf einmal.

  3. Erledige das “Krötenschlucken” immer zuerst.

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