9 Verwendungszwecke für Evernote

on April 26th, 2009 by Jochen

evernote_logo.gifDer Internet-Dienst Evernote hat sich seit seiner Veröffentlichung vor etwa einem Jahr auf breiter Front etabliert. Dass es neben der Weboberfläche auch komfortable Applikationen für Windows, Mac und iPhone gibt, verringert die Reibungsverluste beim schnellen Einsatz von Evernote erheblich.

Interessante Ansätze, Evernote effektiv einzusetzen, habe ich im Artikel 9 Ways I Use Evernote – The 2.0 Life von David Pierce gefunden. In den folgenden Absätzen habe ich sie kurz zusammengefasst.

Unter Universal-Eingangskorb (“Everything Inbox”) versteht David den klassischen Sammler, in dem alle neuen Sachen zunächst mal abgelegt werden. Dass Evernote mittlerweile nicht mehr nur Textnotizen, sondern Dateien aller Art verwalten kann, macht diese elektronische Inbox sehr flexibel. Die gesammelten Dinge werden regelmäßig gesichtet und einer Weiterbearbeitung oder Ablage zugeführt.

Im Getting-Things-Done-Konzept verbindet der Tickler Material mit bestimmten Terminen: Durch entsprechende Ablage tauchen Dinge wie zum Beispiel Eintrittskarten genau dann auf, wenn sie relevant werden. David hat sich dazu ein eigenes Evernote-Notizbuch angelegt. Indem er im Titel der Einträge das Datum im ISO-Format “Jahr-Monat-Tag” voranstellt, erscheinen sie automatisch sauber sortiert.

Die Tauglichkeit von Evernote als Backup-Lösung halte ich für begrenzt. David hat sich entschieden, seine persönlichen Dokumente zusätzlich auf Evernote abzulegen. Der Vorteil dieser Lösung ist der Zugriff von überall her und die automatische Erfassung durch die Evernote-Suchfunktion.

Ein weiteres Notizbuch setzt David als Schulordner ein, in dem er alles Material aus dem Unterricht ablegt. Die Zuordnung zu den Fächern stellt er über entsprechende Tags her. Auf diese Weise kann er alles an zentraler Stelle verwalten und einfach recherchieren.

Den Einsatz von Evernote als Ideen-Sammelstelle für Blogeinträge kenne ich aus eigener Erfahrung. Eines gesondertes Notizbuch, dessen Einträge per Tag den verschiedenen Blogs zugeordnet werden, ist ein nützlicher Ideenspeicher, der von überall gefüttert und bei eintretender Schreiblust eingesehen werden kann.

Ein wirkliches Tagebuch ist es nicht, das David in Evernote führt, eher “Notizen an mich selbst”. Aber interessante Daten, noch nicht zu Ende Gedachtes und andere Erkenntnisse hält er in einem Evernote-Notizbuch fest.

Die Funktion, Ankreuzfelder einzufügen, macht Evernote auch zu einem guten Listen-Verwalter. David sammelt in einem Notizbuch “Listen” alles mögliche, darunter seine Einkaufsliste, interessante Bands, Geschenkideen und Filme, der er anschauen möchte.

Recherche ist ein klassisches Einsatzgebiet von Evernote. Notizen, Dateien und per Web-Clipper (Bookmarklet oder Firefox-/Safari-Plugin) festgehaltene Inhalte können an zentraler Stelle gesammelt und durchforstet werden.

Als Dokumentenablage wird Evernote aufgrund seiner Texterkennungsfunktion interessant. So werden auch eingescannte Textseiten von der Suchfunktion erfasst. David legt hier alle Arten von Material, ob Magazinausschnitte, Belege oder Kontoauszüge, ab.

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Ausgelagertes Gedächtnis: Evernote

on August 12th, 2008 by Jochen

Evernote ist ein Dienst, der Texte, Bilder und Audio-Schnipsel seiner Nutzer speichert. Verwaltet werden können diese Informationen sowohl über einfach zu bedienende Desktop-Anwendungen als auch im Web.

Erklärtes Ziel des Dienstes ist es, das Gedächtnis des Benutzers durch eine leistungsfähige Suchfunktion zu ergänzen. Diese Suchfunktion besticht durch eine Besonderheit: jedes auf Evernote hochgeladene Bild wird automatisch einer OCR-Analyse (Optical Character Recognition) unterzogen, bei der Texte im Bild erkannt und dem Suchindex hinzugefügt werden. Auf diese Weise erfasst die Evernote-Suche auch T-Shirt-Aufdrucke fotografierter Personen oder den Text einer eingescannten Visitenkarte.

Die Nutzung von Evernote ist zunächst kostenlos. Erst ab einem gewissen Maß an Datenverkehr pro Monat ist die kostenpflichtige Premium-Variante erforderlich.

Seit kurzem gibt es auch eine Evernote-Applikation für das iPhone. Und wie die neue Version 1.2 dieser Applikation im Evernote-Blog bekannt gemacht wurde, hat mir viel Spaß gemacht:

Let’s just cut to the chase. You asked, and we made it happen:

  • I want to edit notes right on the iPhone: DONE
  • Give me more audio recording time: YOU GOT IT
  • Make image and audio uploads faster: IT’S 4X FASTER NOW
  • Let me choose to have notes sync only over WiFi: OKIE DOKIE
  • Ugh, the first line of my text notes gets cut off: FIXED
  • Integrate a flashlight application: UM, NO

Am wichtigsten sind dabei meiner Ansicht nach der erste und der letzte Punkt. ;-)

Ich nutze derzeit die Evernote-Anwendungen für Mac und für das iPhone und lerne dabei vor allem die Einfachheit zu schätzen, mit der ich Notizen und Bilder auf Evernote ablegen und wiederfinden kann.

Von den Evernote-Anwendern unter meinen Lesern würde ich mich über einen Kommentar mit euren Erfahrungen freuen! Und die anderen seien eingeladen: Probierts einfach mal aus!

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Evernote — das intelligente Notizbuch

on März 31st, 2008 by Jochen

Mit dem Motto “A Single Place For All Your Notes!” geht Evernote an den Start. Die neue Webanwendung geht in puncto Online-Notizbuch einen Schritt weiter als bekannte Web-2.0-Applikationen wie Backpack oder Desktop-Software wie Eagle Filer (beide nutze ich selbst täglich). Evernote speichert nicht nur Textschnipsel, die man per Webbrowser oder Mobiltelefon dort ablegt, sondern verarbeitet auch Bilder.

Dabei beschränkt es sich aber nicht darauf, Notizen und Bilder zu speichern und nach Bedarf wieder darzustellen. Eine Text- und Handschrifterkennung macht es möglich, in Bildern enthaltene Informationen per Cut&Paste in andere Anwendungen zu übernehmen. Das soll sogar mit Notizen funktionieren, die man im Restaurant auf die Serviette geschrieben und per Handykamera auf Evernote.com hochgeladen hat.

Damit man Informationen per E-Mail einliefern kann, erhält jeder Nutzer eine geheime Adresse. Komfortabel wird die Nutzung von Evernote durch eine lokal installierte Desktop-Anwendung, die es bislang für Windows und Mac OS X gibt.

Notizen können nachträglich zu Aufgabenlisten umgewandelt werden, indem man Ankreuzkästchen hinzufügt. So wird Evernote auch zur To-Do-Verwaltung.

Der Dienst bezeichnet sich als “ausgelagertes Langzeitgedächtnis” und macht tatsächlich einen innovativen Eindruck. Ich werde ihn in den nächsten Wochen testen und meine Erkenntnisse bloggen. Leider verfügt mein Handy nicht über eine Kamera, sodass ich hier etwas improvisieren muss. Einen Gedanken auch unterwegs schnell per E-Mail an meine private Evernote-Adresse festzuhalten funktioniert jedenfalls schon mal einwandfrei.

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Kleine Helfer aus Papier

on Januar 13th, 2008 by Jochen

Es muss nicht immer digital sein. Oft genug hat man keinen Stromanschluss, kein WLAN und keinen Computer zur Verfügung. Papier und Stift sind dann immer noch eine bewährte und beliebte Lösung. Vor Jahren war ich von den Vorteilen Papier-basierter Organisation so überzeugt, dass ich meinen PDA gegen ein Zeitplanbuch ersetzt habe. Heute genieße ich wieder den Komfort, den mir iSync mit dem Nokia E61 bietet und Software wie iGTD oder Freemind. Dennoch trage ich unterwegs immer ein Notizbuch (ja, die Hype-Marke) mit mir herum, um mir schnell Notizen machen zu können.

Wer auf die analoge Unabhängigkeit Wert legt, muss nicht unbedingt ein teures Zeitplanbuch mit jährlichen Formularsätzen kaufen. Im Web finden sich interessante einfache Alternativen:

  • Fast ein Klassiker ist der Hipster PDA, den sich Merlin Mann vor einigen Jahren einfallen ließ. Dabei handelt es sich einfach um ein paar Karteikarten, die von einer Klammer zusammengehalten werden. Mehr braucht man nicht, um sich Notizen zu machen.
  • Mit dem Printable CEO, einer Sammlung nützlicher Formulare, hat sich David Seah einen Namen gemacht. Neben Kalender-Vorlagen enthält die Sammlung auch Formulare, die bei der Ziel- und Aufgabenplanung unterstützen.
  • Wer einen Kalender für 2008 auf kleinstem Raum benötigt, sollte sich den Thumb Calendar anschauen. Durch geschicktes Layout findet hier ein kompletter Jahreskalender auf einer Visitenkarte Platz.
  • Sehr interessant finde ich PocketMod: Hier kann man sich ein Minimal-Planbuch selbst zusammenstellen, ausdrucken und auf Hosentaschengröße falten. Für den Inhalt der sechs möglichen Seiten stehen verschiedene Notizblätter, Kalender, Organizer und Informationen zur Verfügung. Sogar ein Sudoku-Spiel für Fahrten oder langweilige Meetings kann eingebaut werden.

Und ihr? Verlasst ihr euch bei eurer Organisation komplett auf digitale Helfer oder greift auch ihr auf tote Bäume zurück? Wo und wie setzt ihr produktives Papier ein?

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