Mit dem Motto “A Single Place For All Your Notes!” geht Evernote an den Start. Die neue Webanwendung geht in puncto Online-Notizbuch einen Schritt weiter als bekannte Web-2.0-Applikationen wie Backpack oder Desktop-Software wie Eagle Filer (beide nutze ich selbst täglich). Evernote speichert nicht nur Textschnipsel, die man per Webbrowser oder Mobiltelefon dort ablegt, sondern verarbeitet auch Bilder.
Dabei beschränkt es sich aber nicht darauf, Notizen und Bilder zu speichern und nach Bedarf wieder darzustellen. Eine Text- und Handschrifterkennung macht es möglich, in Bildern enthaltene Informationen per Cut&Paste in andere Anwendungen zu übernehmen. Das soll sogar mit Notizen funktionieren, die man im Restaurant auf die Serviette geschrieben und per Handykamera auf Evernote.com hochgeladen hat.
Damit man Informationen per E-Mail einliefern kann, erhält jeder Nutzer eine geheime Adresse. Komfortabel wird die Nutzung von Evernote durch eine lokal installierte Desktop-Anwendung, die es bislang für Windows und Mac OS X gibt.
Notizen können nachträglich zu Aufgabenlisten umgewandelt werden, indem man Ankreuzkästchen hinzufügt. So wird Evernote auch zur To-Do-Verwaltung.
Der Dienst bezeichnet sich als “ausgelagertes Langzeitgedächtnis” und macht tatsächlich einen innovativen Eindruck. Ich werde ihn in den nächsten Wochen testen und meine Erkenntnisse bloggen. Leider verfügt mein Handy nicht über eine Kamera, sodass ich hier etwas improvisieren muss. Einen Gedanken auch unterwegs schnell per E-Mail an meine private Evernote-Adresse festzuhalten funktioniert jedenfalls schon mal einwandfrei.
moreEs muss nicht immer digital sein. Oft genug hat man keinen Stromanschluss, kein WLAN und keinen Computer zur Verfügung. Papier und Stift sind dann immer noch eine bewährte und beliebte Lösung. Vor Jahren war ich von den Vorteilen Papier-basierter Organisation so überzeugt, dass ich meinen PDA gegen ein Zeitplanbuch ersetzt habe. Heute genieße ich wieder den Komfort, den mir iSync mit dem Nokia E61 bietet und Software wie iGTD oder Freemind. Dennoch trage ich unterwegs immer ein Notizbuch (ja, die Hype-Marke) mit mir herum, um mir schnell Notizen machen zu können.
Wer auf die analoge Unabhängigkeit Wert legt, muss nicht unbedingt ein teures Zeitplanbuch mit jährlichen Formularsätzen kaufen. Im Web finden sich interessante einfache Alternativen:
Und ihr? Verlasst ihr euch bei eurer Organisation komplett auf digitale Helfer oder greift auch ihr auf tote Bäume zurück? Wo und wie setzt ihr produktives Papier ein?
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